Interview mit Hansjörg Stucki – Gründer, Unternehmer, Visionär

Bank Linth führt ihre Generalversammlung neu mit NIMBUS GV® durch. Die Lösung umfasst elektronische Abstimmgeräte, eine elektronische Fernabstimmungsplattform und alle Dienstleistungen rund um die Planung und Durchführung physischer oder virtueller Generalversammlungen.
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Interview mit Hansjörg Stucki – Gründer, Unternehmer, Visionär

Hansjörg Stucki gründete die Nimbus AG vor 30 Jahren. Im persönlichen Gespräch lässt der erfolgreiche Unternehmer die Geschichte der Nimbus Revue passieren und gibt einen Ausblick auf die Zukunft des Technologieunternehmens.

Hansjörg Stucki, Gründer, Inhaber und Delegierter des Verwaltungsrates

Schweizer Shareholder Solutions & Services – seit 1991

Zukunftsweisende und rechtlich fundierte Gestaltung von Dienstleistungen rund um die Aktienregisterführung und die Organisation von Generalversammlungen.


Bereits 1979 konzipierte die Swissair eine Software zur Führung ihres eigenen Aktienregisters. Das System wurde extern programmiert. 1982 wurde diese Software an die Gebr. Sulzer AG lizenziert, wo Hansjörg Stucki erstmals mit ihr in Berührung kam. Seither bewegt er sich in der Welt der Aktiengesellschaften, der Shareholder Solutions & Services. Er hat die Digitalisierung dieser Welt hautnah miterlebt und aktiv mitgeprägt. 1991 gründete er die Nimbus AG. Das Unternehmen feiert somit dieses Jahr sein 30-jähriges Bestehen.

Wir führten ein persönliches Gespräch mit dem erfolgreichen Unternehmer, Gründer und Visionär Hansjörg Stucki.



Herr Stucki, Sie verfügen über grosse Weit- bzw. Voraussicht und sind zudem der geborene Unternehmer. Vor 30 Jahren gründeten Sie ein Technologieunternehmen, das in der obersten Liga spielt und bedeutende SMI-Unternehmen zu seinen Kunden zählt. Was ist Ihr Erfolgsrezept?

«Ich denke, es ist sind die Eigenschaften, die unsere Firmenkultur ausmachen und die wir bei Nimbus leben: Wir sind neugierig, Veränderungen beflügeln uns und wir sehen darin die Chance, etwas Neues entstehen zu lassen. Weil bei Nimbus hochqualifizierte Spezialisten aus verschiedensten Disziplinen arbeiten, gelingt es uns, Möglichkeiten zu erkennen und etwas daraus zu machen.

Weitblick ist für einen Anbieter von Software-Lösungen essenziell. Unser Ehrgeiz ist, den Kunden immer State-of-the-Art Systeme und Dienstleistungen anzubieten, also haben wir die Nase im Wind.

Beispiele für unsere Intuition sind die Anbindung zum Wertschriftenabwicklungssystem der SIX SIS AG schon im 1993. Oder 1996 die Einführung der kontinuierlichen Nutzungsgebühr anstelle der Einmal-Lizenz. Als der Ruf nach elektronischen Abstimmgeräten aufkam (es aber auf dem Markt nichts gab), beschlossen wir im 1999, mit unserem Partner GANTNER SOLUTIONS das NIMBUS Voting System zu entwickeln und zu produzieren. Seit 2001 kann NIMBUS AR als Service im Business Process Outsourcing bezogen werden, seit 2007 auch als Application Service aus der sicheren Schweizer Cloud. Wir setzten die elektronische Fernabstimmung ein halbes Jahr vor der Abstimmung zur Minder-Initiative um und sind schon heute mit DirectVoting technologisch bereit für hybride Generalversammlungen – obwohl die Aktienrechtsrevision noch nicht in Kraft gesetzt wurde.

Ich denke, wir dürfen uns als mutig und visionär bezeichnen. Die Kunst ist ja, den richtigen Zeitpunkt zu erwischen. Deshalb lassen wir uns früh auf neue Themen ein, sammeln Erfahrungen und sind bereit, wenn die Zeit reif ist.»


Wie ich es erlebe, sind es auch die Menschen, die Ihr Unternehmen einzigartig machen.

«Unsere Werte sind klassisch: Es ist eine Kombination unserer Schweizer Wurzeln mit internationalem Weitblick, den viele Mitarbeitende genau wie ich in den Wanderjahren erworben haben. Wir sind Chrampfer, zutiefst aufrichtig und wir haben den Willen und das Können, für unsere Kunden einen super Job zu machen – sowohl bei der Technologie als auch den Dienstleistungen und der persönlichen Betreuung eines jeden Kunden.

Ein einzigartiger Team-Spirit verbindet die Menschen bei Nimbus. Sie haben den Ehrgeiz, richtig gute Arbeit zu leisten. Dieses Nicht-locker-lassen-bis-es-passt, das persönliche Engagement und natürlich unsere Zugewandtheit und Erreichbarkeit begeistern unsere Kunden. Darauf bin ich sehr stolz.»


Sie stehen zu Ihren Prinzipien und fordern das auch von Ihrem Umfeld.

«Genau. Ich bin selbstdiszipliniert und versuche ein gutes Vorbild zu sein. Eine klare Meinung zu haben und diese zu vertreten, ist mir wichtig. Ich fordere von den Menschen bei Nimbus, dass sie mitdenken und Eigenverantwortung übernehmen. 2006 haben wir deshalb die Netzwerkorganisation eingeführt und die Verantwortlichkeiten auf viele fähige Schultern verteilt – zusammen mit den nötigen Kompetenzen und dem entsprechenden Gestaltungsfreiraum.

Wichtig ist mir auch, dass mein Unternehmen seine gesellschaftliche Verantwortung wahrnimmt. Gelebte Corporate Social Responsibility hat viele Facetten: Die Bereitschaft, einen fairen Preis für gute Leistungen zu bezahlen, gehört für mich ebenso dazu wie Anstand über die gesetzlichen Forderungen hinaus, ökologisch verträgliches Handeln sowie der Umgang und die Beziehung mit den Mitarbeitenden. Seit 20 Jahren schon begleiten uns unabhängige Experten in Management, Marketing, Kommunikation und Recht im Verwaltungsrat und garantieren eine gute Corporate Governance.

Dass das Vorgehen funktioniert, beweist die 30-jährige Geschichte der Nimbus. Wir leben den kontinuierlichen Verbesserungsprozess und entwickeln uns dauerhaft weiter.»


Schauen wir in die Zukunft. Was tut sich gerade im Hause Nimbus?

«Wir vollziehen den Generationenwechsel – nicht nur im technischen Bereich, sondern auch bei der Unternehmensorganisation. Bis vor kurzem lag die Hauptverantwortung bei mir, dem Gründer und Patron mit entsprechendem Führungsstil. Vor bald zwei Jahren etablierten wir das Nimbus Leading Board – eine Teamführung. Die Verantwortlichkeiten der Geschäftsführung sind aufgeteilt und klar zugewiesen. Dabei achten alle darauf, über ihren Bereich hinauszuschauen, ganzheitlich zu denken und so Innovation zu ermöglichen.

Hans-Peter Süess ist Vorsitzender der Geschäftsleitung, Daniel Stucki ist unser Chief Technology Officer (CTO), Hanspeter Knill leitet die Produktion, Emil Aschwanden das Serviceteam. Ich stehe mit meiner Erfahrung und Expertise dann zur Verfügung, wenn es Sinn macht – speziell im Change- und Innovations-Management. Vom operativen Geschäft bin ich weitgehend entlastet. Damit stellen wir sicher, dass Nimbus sich stetig weiterentwickelt und auch künftig zu den führenden Schweizer Dienstleistungs- und Technologieunternehmen gehört. Ausserdem spiegelt sich darin mein Anliegen, wie ich mit Menschen zusammenarbeiten möchte: mitdenken, mitreden, mitgestalten, mitentscheiden, mitverantworten.»


Herzlichen Dank, Hansjörg Stucki, für dieses inspirierende Gespräch!
Interview und Text: Daniella Schori, TM Kommunikation GmbH

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